Erlebnisbrauerei in Holzgau
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Seit letztem Jahr gibt es in der Dorf-Alm Holzgau eine Hausbrauerei. Die Idee, in der Dorf-Alm eine Hausbrauerei einzurichten stammt von den Wirtsleuten Inge und Hubert Hosp. Vor 14 Jahren hatten sie die Idee „Dorf-Alm“. Einzigartiges, rustikales Ambiente mit netter Musik, einfach zum Wohlfühlen. Dazu ein vielfältiges Getränkeangebot mit originellen Longdrinks und wahrhaft netten „Schnapsideen“. Zum Essen gibt’s Kleinigkeiten wie Toast, Riesen-Bierbrezen und Hauspizza. Manchmal auch Spare Ribs. Seit Dezember 2008 braut nun der Wirt selbst nach der ursprünglichen Braumethode „Stricker Bier“. Stricker ist der Hausname der Familie Hosp. Der Sudkessel ist im Gastraum und vermittelt Bierathmosphäre.
Dieses Bier ist nach ca. drei bis vier Wochen in Stahltanks fertig gereift und hat noch den vollen Gehalt und die natürlich vorkommenden, gesunden Bierbegleitorganismen. Das natürlich trübe Bier wird direkt in Ihr Glas gezapft und ist nur in der Dorf-Alm erhältlich. Neben dem einzigartigen, rustikalen Ambiente, das einfach Wohlfühlen lässt, ist es vor allem das selbstgebraute Bier, das fast jedem Geschmack gerecht wird und das aus unseren Gästen Stammgäste macht!
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Die Wirtsleut' - Inge und Hubert Hosp
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Brauvorgang
Zunächst wird das Malz in einer Mühle zu Schrot gebrochen. Dann wird das Malzschrot sorgfältig durch die kleine Pforte in den Sudkessel geschüttet, in dem angewärmtes Brauwasser wartet. Miteinander vermischt entsteht so die "Maische". Durch behutsames Erwärmen löst sich nun die Stärke aus dem Malzschrot im Wasser. Eine Vielzahl von Enzymen, die das Malzkorn selbst gebildet hat, beginnen nun ihre zuckersüße Arbeit. Sie verwandeln die Stärketeilchen in Zucker. Der Bierbrauer weiß genau, bei welchen Temperaturen sie das am liebsten tun und stellt sie danach ein. Etwa eine Stunde lässt er ihnen Zeit dazu, dann nimmt er mit einem kleinen Porzellanschälchen eine Probe und prüft die "Verzuckerung". Hat die Maische die Prüfung bestanden, kommt sie in den Läuterbottich, denn nun sollen die flüssigen von den festen Teilen, den Trebern, befreit werden. Im Läuterbottich hat der Boden viele kleine Löcher. Durch diese kann die extraktreiche Würze hindurchfließen in den Sudkessel. Die Treber bleiben im Bottich. Langsam und vorsichtig lässt der Brauer etwa 90 Minuten immer wieder Brauwasser in den Bottich rieseln, um so den kostbaren Extrakt auszuwaschen. Der Brauer sagt: "Er läutert ab." Ständig nimmt er Proben und kontrolliert mit seiner Meß-Spindel den Gehalt der Würze. Wenn diese stimmt, kann die Sudpfanne aufgeheizt und die Würze zum Kochen gebracht werden. In die kochende Würze kommt nun, genau abgewogen, der Hopfen als Aromaspender. Öffnet man jetzt das Türchen der Pfanne, verbreitet sich der typisch aromatische Duft von Hopfen und Würze im Brauhaus. Ein Vorgeschmack auf den kommenden Genuss. Gute 90 Minuten wird die Würze gekocht, bis der Hopfen sein Aroma abgegeben und die Würze die vorgesehene Stammwürze von mindestens 12% erreicht hat. Ganz genau muss jetzt die Menge jedes einzelnen Sudes bestimmt werden (für die Biersteuer nämlich). Dazu hat der Brauer eine hölzerne Meßlatte, mit der er den Sud "absticht" und in das Sudbuch einträgt. Beim kochen haben sich in der Würze Flocken gebildet, die aus überschüssigem Eiweiß bestehen. Um diese und den ausgelaugten Hopfen auszuscheiden, wird die Würze in einen Absetzbottich gepumpt. Der Sud ist fertig. Von hieran geht's abwärts, denn nun beginnt der kalte Teil im Werdegang des "Stricker Bier" und der findet im Keller statt. Abgekühlt auf etwa 6° Grad und gut belüftet trifft die Würze im Gärbottich auf die Aromastärke, die sich sofort daran macht, den Malzzucker der Würze zu "verspeisen" und daraus Alkohol und Kohlensäure zu machen. - Nach etwa 4 Tagen ist es dann geschafft, und unter ständiger Aufsicht ist aus der Würze "Stricker Bier" geworden. noch „jung" aber schon unverkennbar ein Stricker Bier Zu guter Letzt braucht das Bier nun noch Ruhe zum Reifen. Umgelagert in den kalten Lagertanks wird bei etwa 1° Grad - in 4 Wochen - ein Teil der Hefezellen ausgeschieden. Der Geschmack "rundet sich ab" und "Stricker Bier" bildet seinen unverwechselbaren vollmundigen Charakter und schafft die Garantie für seine hervorragende Bekömmlichkeit. Warum ist "Stricker" eigentlich trüb? Nun, das Bier wird wie Anno Dazumal gebraut. Richtig reif, voll würzig und trüb von zahllosen Bierhefezellen kommt es direkt aus dem Lagerkeller zu Ihnen und bringt die natürliche Trübung der geschmacksstarken Bierhefe mit. Und nun: Zu Ihrer Gesundheit und auf Ihr Wohl. |
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